November vorbei – und nun?

Ja, das war er also, der super lange, wahnsinnig anstrengende und sehr kreative November. Und was soll ich sagen: Ich hab´s geschafft!!  😀

Um ehrlich zu sein: Ich hatte da so meine Zweifel, ob ich wirklich in der Lage wäre, konsequent und zielstrebig auf die 50.000 Worte hinzuarbeiten. Ganz im Vertrauen – Euch kann ich´s ja sagen – ich hab einen ziemlich großen, übellaunigen, inneren Schweinehund. Und wenn der Mistköter sich gegen die Leine stemmt, zieht der mich gerne mal quer durch meine Motivation und raus aus der Aufgabe die vor mir liegt… Schlecht erzogen, das Vieh, ich weiß! Aber was soll ich machen? Ich hab ein Herz für eigenwillige Tiere 🙂

Aber trotzdem hab´ ich den Kampf aufgenommen! Und was für ein Kampf war das! Da war ja nicht nur das Riesenhundevieh, da war ein innerer Kritiker, der partout nicht ins Fass im Keller wollte *ich hab´s versucht, Jery!* und eine Muse, die dem Burschen zu gerne ständig eins über die Rübe ziehen wollte – und ziemlich beleidigt war, wenn der oberlehrerhaft wieder aus seinem Käfig heraus mit spitzen Fingern auf den letzten Absatz zeigte und näselte „Nee, so geht das aber nicht!“

Kurz: ich hatte den ganz normalen NaNo-Wahnsinn. Und ich hätte niemals gedacht, dass ich es schaffe! Aber: tatatataaaa!!

I am a winner!   Und ich kann Euch sagen: Das Gefühl ist großartig!

Und nun hab ich drei Tage, in denen ich mich erst mal zurückgelehnt habe und mich in meinem Erfolg gesonnt habe (und das war nicht nur Stolz, das war auch die einzige Sonne die in den letzten Tagen zu kriegen war…),  Zeit gehabt mein Résumee zu ziehen.

Also: was hat mir der NaNo gebracht??

1. – Nun, es war ja mein erster NaNo überhaupt, und es wird garantiert nicht der letzte gewesen sein! Und ich habe ein Projekt angefangen, für das ich unterm Strich schlappe 115 Seiten geschrieben habe! Also schon mal 115 Seiten mehr, als ich ohne NaNo nun vorliegen hätte! – YEAH! KLASSE!    …(okay, dass da wieder 30,40 oder 50 Seiten rausfliegen werden erzähl ich jetzt mal nicht…)

2. – Dann hab ich das erste Mal in meiner eigenen Sprache geschrieben! (Hört sich jetzt irgendwie blöd an… hmm…ich laß es trotzdem mal stehn) – und war die ersten zehn Tage völlig überrascht, wie schwer mir das fiel! Ich hatte echte Probleme meinen Erzählstil zu finden. Und das ergab jede Menge Futter für den inneren Kritiker, sorgte für genervtes Augenrollen meiner Muse und für neue Ärgerfalten auf meiner Denker-Stirn… Ich hätte manchmal in die Tatstatur beissen können! Aber: irgendwann hat´s Klick gemacht! Ich hab meine Sprache gefunden!! – HURRA!! Von da an war das Erzählen wesentlich leichter. Und sogar der innere Kritiker hat sich dann halbwegs konstruktiv beteiligt und mit der Muse sowas wie ´nen Waffenstillstand geschlossen  😉  (Augenrollen der Muse: „Wenn mir der Warmduscher noch mal quer kommt, ist er geliefert!“)

3. – Ich hatte im Vorfeld schon ziemlich lange an der Story „gearbeitet“, also mir Gedanken drüber gemacht, hatte im Kopf einen Plan für die Abläufe und Hauptplot, Charaktere, Welten… –  Und dank der freundlichen aber bestimmten Einwänden hier zum Thema „Scrivener“ hatte ich dem Programm ´ne zweite Chance gegeben – und es nicht bereut! Ich hab natürlich  trotzdem hier und da den roten Faden verloren, meine Charaktere sind begeistert immer wieder aus der Reihe getanzt und mir auf der Nase rum-, aber ich muss gestehen, die Vorarbeit war die Sache doch wert und da ich – YEAH! – als Winner! das Programm recht günstig bekommen habe, werde ich auch weiter damit arbeiten. – COOL!!

4. – Und ich hatte zwei sehr liebenswerte Buddies, die mir mit PepTalks und Aufheiterungen, Anspornen, Ratschlägen, (und auch mal nem ganz sachten, freundschaftlichen Tritt in den Allerwertesten) beim Durchhalten geholfen haben! Ich hatte so manches breite Grinsen im Gesicht. Und ´ne Menge Spaß mit euch, Ladies! *winkt* – SEHR KLASSE!

Aber, zu guter Letzt hat mich der NaNo auch ein klitzekleines Bisschen ins Chaos gestürzt. Ich muss nun erst mal wieder an mein soziales Netzwerk anknüpfen und schon hab ich den Salat: entweder ich lass mich auf das Glühwein-Dauer-Abo auf dem Weihnachtsmarkt ein und steh jeden zweiten Tag in der Kälte und trink mir einen mit diesem und jenem, oder ich falle noch tiefer in die Vergessenheit… Und das geht natürlichgar nicht!…  😉

Also, alles in allem: NaNo war der Wahnsinn, und ich möchte es nicht missen! Ich hab irre viel gelernt, hatte viel Stress Spass, und: ich hab´s geschafft!!

Und nun liegt jede Menge Arbeit vor mir:

– um das Projekt weiter voran zu treiben. – Und natürlich will ich ganz unbedingt auch wieder an meiner fanfiction weiterschreiben! Pride&Destiny Leser haben wirklich genug Geduld gezeigt… Und ich freu mich drauf!!  😀

– Ganz zu schweigen von meiner Wohnung. Dazu sag ich einfach gar nichts… *sieht sich in ihrer bescheidenen Hütte um und seufzt laut*

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4 Kommentare to “November vorbei – und nun?”

  1. Nach dem NaNo ist vor dem NaNo… erst mal schön die Adventszeit genießen, dich durch alle Glühweinsorten durchkosten und dem inneren Kritiker davon reichlich einflößen, damit er im Ring gegen die Muse keine Chance hat.
    Das mit dem plötzlich auf Deutsch schreiben kenne ich – ich brauchte damals etliche Wochen, bis mein Hirn aufhörte, englische Phrasen zu produzieren, die perfekt passten, zu denen mir aber keine gescheite Übersetzung einfiel. Und bei mir kam es nur daher, weil ich fast alles auf Englisch lese. Wenn du auch auf Englisch schreibst, muss das noch viel schlimmer sein. Aber durchhalten, das Hirn stellt sich irgendwann wieder auf die Muttersprache ein 🙂
    Was das Chaos in der Wohnung angeht: Ich hatte am Wochenende auch lange damit zu tun, die Gewerkschaftsbildung des Staubes zu unterbinden, die Weihnachtsdeko rauszusuchen und mich durch einen Wäscheberg zu bügeln, der mir bis zur Brust reichte. Jetzt ist er nur mehr hüfthoch.

  2. Hah! Wenn du auf Kniehöhe bist sag Bescheid. Dann kümmer ich mich um ein Flugticket nach Frankfurt – und du kannst dich hier weiter austoben 😀
    Oh mann, ich bin sowas von gar keine Hausfrau!! Wenn ich mal meine erste Million verdiene ist das erste was mir ins Haus kommt ne nette Putzfrau!… – okay, die ist vielleicht das zweite oder dritte… Aber sie kommt!!
    Und Weihnachtsmarkt ist ja eigentlich gar nix für mich. Heute war ich im Rahmen des Schwester-Trios unterwegs und habe wieder mal festgestellt dass ich einfach nicht jede süße Plörre die man mir als Wein verkaufen will auch trinken mag! Wir sind hier in einer Weingegend, und wenn dann das klebrig süße Gemisch aus IchWillGarNichtWissenWasDa AllesDrinIst für teures Geld übern Tresen geht verzichte ich lieber. BÄH! Da bin ich verwöhnt! (Aber mein innerer Kritiker hat auch so genug abgekriegt. *Gott sei Dank sind auch echte Winzer mit echtem Wein auf dem MArkt! ;)* der schlummert schon zufrieden in seinem Käfig… ) *schielt auf die gemütliche Couch* – und ich glaube hier wird´s auch nicht mehr spät! 🙂
    *winkt*

  3. Glückwunsch! Sehr motivierend zu lesen 🙂

    • Danke schön.. ich kann den NaNo nur weiterempfehlen. Auch wenn ich ein paar mal heftigst geflucht habe, das Gefühl es geschafft zu haben war schon klasse. Und die Motivation hält hoffentlich noch ne ganze Weile vor… 🙂

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