Stürmische Zeiten…

Uiuiui, das waren ganz schön anstrengende Wochen seit Anfang Dezember!

Noch nicht ganz von NaNoWriMo erholt, startete bei mir das Großprojekt Umzug – und nicht mal mein eigener, sondern der vom Büro! Ich hab gefühlte 6 Wochen Kisten gepackt, Krempel sortiert, Aktenordnerweise Vergangenheiten aufgearbeitet, Nützliches von Notwendigem getrennt und dabei dieses oder jenes völlig Unnötige (aber liebgewonnene!) entgegen allen Ansagen doch noch in die Kisten geschmuggelt… Ein „Garagenflohmarkt“ (der sich als ausgewachsener 1Haus- plus 1Büro-Flohmarkt entpuppte und über gesamt 4 Tage hinzog) musste bewältigt werden, dazwischen der ewige Check, ob auch keine aktuellen Projekte gerade irgendwo anbrennen, während sich am Zielort kleinere bis mittlere Katastrophen abzeichneten. SAM_0154

Handwerker, die keinen Plan – oder schlicht keine Lust hatten – und sich mitten im Trubel (von einer halbfertigen Baustelle) in den (sorry, aber komplett unverdienten!) Weihnachtsurlaub zurückzogen, sodass wir Anfang des Jahres dann wirklich in eine Baustelle einziehen mussten, in der Starkstromkabel aus dem Küchenboden ein fröhliches „Komm, trau Dich!“ winkten und in guter alter Michael Schanze Manier die Steckdosen und Lichtschalter reihenweise durchbrannten: „Richtig oder nicht? Sagt Dir gleich das Licht!“

Dazu war vor Weihnachten schon die Technik weitgehend demontiert worden und wir saßen geschlagene 2 Wochen ohne Internet und Email da…  DER GAU schlechthin!

Hätte mir nicht das lange Weihnachtswochenende und Silvester/Neujahr eine Atempause verschafft, ich fürchte, ich hätte euch nur noch aus der Nervenheilanstalt ein selig-gedoptes Hallo zuwinken können. Selbst mein Geburtstag war mir nicht vergönnt…und die abendliche Miniparty hab ich frühzeitig beendet weil ich einfach hundemüde war!

Das alles hat meinem inneren Schweinehund natürlich fette Beute garantiert. Ihr hättet mal sehen sollen mit welchem selbstzufriedenen Ausdruck der mich auf die Couch lockte, mir die Decke überwarf und seeehr sorgfältig drauf achtete dass ich es bequem hatte:

„Vielleicht noch ein Weinchen? Oder lieber gleich vorm Fernseher einschlafen? Da läuft eh nur Müll…“ (und ich hasse!! es vorm Fernseher einzuschlafen!) – immer fröhlich mit dem Schwanz wedelnd, der kleine Mistkerl!

Ein Wunder eigentlich, dass meine Frau Muse, die sich nach NaNo erst mal zur Maniküre oder was auch immer zurückgezogen hatte, es irgendwie schaffte mich aus des Schweinehundes Tatzen zu befreien und mich unter wüsten Beschimpfungen vor den Computer zerrte, wo sie mir erst ein wenig uninspiriert, aber dann doch mit zunehmender Leidenschaft immerhin zwei Kapitel meiner Fanfiction in die Tasten diktierte! *guckt ganz stolz!*

Dann kamen die stürmischen Zeiten, die die letzten Blätter von den Bäumen fegten (leider hing manchmal der Baum noch dran…) – und mir so langsam den Kopf wieder klar pusteten…

Es war ein bisschen als wollte das Neue Jahr den „frischen Wind“ den wir in den Segeln brauchen gleich persönlich servieren. Und ich hab ein paar wirklich schöne Momente genossen. Sturmwetter bei einigermaßen milden Temperaturen birgt eine ganz eigene Schönheit finde ich. Solange der Sturm ein Stürmchen bleibt, versteht sich…

Und, ganz langsam, erhole ich mich von den Strapazen und gucke wieder mit Spass nach vorne, wenn erst alle Kisten ausgepackt sind und sowas wie Normalität einkehrt…

Und wenn meine Muse mich wieder an den Schreibtisch fesselt und mir bunte Bilder in den Kopf malt…

Und damit Euch allen ein herzliches Willkommen im neuen Jahr!!!

(Und zur Feier des Tages gibt es für die Neugierigen ein winziges Gedicht aus meinen gaaaaanz frühen Tagen, dass mir beim Räumen in die Finger gefallen ist…  😀 Viel Spass!


Regenwürmchen

Es war einmal ein Regenwürmchen,

das mochte wilde Wirbelstürmchen.

Es ließ mit viel Genuss sich draussen

das Stürmchen um die Ohren brausen…

Doch einmal war´s ein wilder Sturm!

Der hob den armen kleinen Wurm

hoch in die Luft und warf ihn dann

wieder zur Erde, irgendwann.

Dort saß das Würmchen dann verstört

und ganz verdattert auf der Erd´.

Seither hat´s jeden Sturm gemieden

– und lebte dennoch recht zufrieden.

(Und die Moral von der Geschicht´:

Ein Wirbelstürmchen liebt man nicht!)

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2 Kommentare to “Stürmische Zeiten…”

  1. “Richtig oder nicht? Sagt Dir gleich das Licht!” *ROTL* Schon zu sehen, dass wir die gleichen Kindheitserinnerungen haben…
    Lass dich vom Sturm nicht verwehen, hab deine Muse lieb und schick deinen Schweinehund zu mir, meiner deckt mich nie zu *schmoll*

  2. Oh, meiner macht das auch nur damit ich nicht vor schlechtem Gewissen doch wieder auf den dummen Gedanken komme an den Computer zu gehen… Das kann er ja so gar nicht leiden! Da fletscht er bös die Zähne..

    *grinst* Die Kindheitserinnerungen teilen wir in dem Fall sogar mit den nächsten ein oder zwei Generationen… Schwiegermuttis Traumprinz war ja ein Dauerbrenner mit seiner Kinder-Show 😀

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