Jahresrückblick

SAM_0640 - Kopie

Und wenn das fünfte Lichtlein brennt…

…dann wird es endgültig Zeit, den guten alten Blog aus dem Schrank hervorzuholen, die dicke Staubschicht vom Deckel runter zu pusten und in alten Erinnerungen zu schwelgen.

Also lasst mal sehen… Auweia! Es hat sich was angesammelt, auf diesem guten alten Blog. „Nicht besonders viel!“, mag es denen erscheinen, die ihn mit anderen vergleichen. Mit jenen zum Beispiel, die in unermüdlichem Eifer und nie enden wollender Motivation ein ums andere Sahnestückchen raus haun und ihre Leser erfreuen. *Blinzelt verträumt* – Ja, die gibt es tatsächlich. Und sie verdienen meinen größten Respekt!

Aber, hey!

Mit ganzen 3 Einträgen in diesem Jahr ist dieser Blog doch noch lange nicht tot!

Ursprünglich hatte ich mir das zwar ein wenig anders vorgestellt, aber Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist. Eine Art Tagebuch sollte es sein. So hatte ich mir das anfangs gedacht (Aller Anfang Ist Schwer…. / All Beginnings Are Difficult…)– und gleich dazugeschrieben, dass man ja noch gar nicht absehen kann, wo das hinführt… Oder was dabei herauskommt.

HA! Ich bin nämlich ein ganz gewiefter Ausflucht-Erfinder. Und ich liebe meine kleinen Hintertürchen, die mir jederzeit die Flucht ermöglichen – selbst dann, wenn es gar keinen Grund gibt, zu flüchten. Allein zu wissen, dass ich könnte, wenn ich wollte, beruhigt mein unsicheres geheimes ICH ganz ungemein.

ICH einfach unverbesserlich. – Könnte also gut mein Motto sein.

Ist es aber nicht. Denn obwohl alles gegen mich spricht: ich habe durchaus vor etwas zu ändern.

Immer wieder.-(Lieber Vorausschau statt Rückblick)

Jedes Mal.

Auf Twitter bin ich mittlerweile wirklich sehr aktiv. Also für meine Verhältnisse sehr. Und hab‘ dabei tolle Leute getroffen und spannende „Gespräche“ geführt. Für 140 Zeichen reicht es allemal 😀 . Allerdings wurde der Eifer auch schnell ein klitzekleines bisschen ausgebremst. Mal von schlichter Faulheit – und mal von der Erkenntnis, dass, wenn ich mich zum Schreiben hinsetze, nur ENTWEDER Blog – ODER Buch passieren kann. Was soll ich sagen – da war ich über weite Strecken doch sehr Buch-orientiert.

Und ich bereue es nicht!

Mein Buch der Bücher ist zu einem ziemlich umfassenden Werk herangewachsen. Derzeit liege ich bei 700 Seiten, runde 216.000 Worte, und bin gebührend stolz darauf. Was nicht bedeutet, dass ein Ende in Sicht wäre…. Neeeeiiiiinnn, sooo schnell doch nicht!

Ich habe 2016 genutzt um die Story voranzutreiben. Ich habe neue Figuren erschaffen – und sie wieder entsorgt. Habe Haken und Ösen eingewoben und zig lose herumhängende PlotFäden hinterlassen. Ich habe rumgesponnen und bin jedem hübschen Plotbunny hinterhergejagt. Und ich hatte eine Menge Spaß dabei!

Und so verging die Zeit…

Dazwischen lag eine kleine feine Büchermesse in Mainz (mit ähnlich wunderbarer Atmosphäre wie schon im Vorjahr (Warum auch kleine Buchmessen großen Spass machen…), meine allererste Teilnahme an einer Ausschreibung – bei der meine KG wahrhaftig auch auf Anhieb genommen wurde! Stellt euch nur die Sensation vor! Ich bin fast aus den Latschen gekippt als die Zusage kam! VERÖFFENTLICHT!! Bei einem Verlag von Rang und Namen! Ich war dabei, bei einer großartigen Anthologie! – die mich dann doch sehr enttäuschte: Mal im Ernst, wieso macht ein Verlag eine Riesenansage, mit dem Namen einer Bestsellerautorin und allem PiPaPo, um dann die fertige Anthologie ohne das kleinste bisschen Marketing klammheimlich in der Versenkung verschwinden zu lassen??? Ich hatte wirklich gedacht, da würde ein wenig mehr passieren! Aber dabei sein ist ja wohl alles, sagt der Volkesmund. *Phhh….*

Dazu hier und da ein paar entspannte Tage am Meer und dann die große spannende Buchmesse in Frankfurt. Ganz lieber Besuch zu diesem Ereignis und damit lange Abende voller Geschichten und Gelächter, und während der Messe eine tolle Truppe Kollegen getroffen.

Und schon war wieder NaNoWriMo…

Tja, und das war irgendwie der Anfang vom Ende. Ich war guter Dinge, habe auch, dank einem guten Einstieg, mein Wortsoll problemlos erreicht und gehalten – um dann, bei Wordcount 25.000 festzustellen, dass das alles gerade in völlig sinnlosem Gelaber endet!

OOOPS! Wie kann denn das passieren? Schon wieder selbstverliebt irgendwelchem Wetterleuchten auf den Leim gegangen? Einem Plotbunny nachgelaufen und mich verirrt? Seitenweise Beschreibungen von Sonnenuntergängen und Uniformdetails?

STOP!

Ich habe also, zwar schweren Herzens, aber doch entschlossen, die Reißleine gezogen und den NaNo abgebrochen. Auf diese Art und Weise war einfach kein Weiterkommen – und schon gar kein Ende zu finden.

Damit war dann auch der Traum gestorben, noch bis Weihnachten das Manuskript fertig zu stellen und 2017 mit Überarbeitung zu verbringen. Ihr könnt mir glauben, ich habe eine volle Woche lang richtig bösen, tiefen  Frust geschoben…

Aber alles dient ja bekanntlich irgendeinem Zweck: Also aufrappeln, Krönchen richten und weiter geht’s:

Ihr seht mich also schon heute an der Überarbeitung sitzen. Von den ersten 200 Seiten sind schon mal auf Anhieb 50 rausgeflogen, der Einstieg ins Buch liegt jetzt deutlich näher am Geschehen, meine Prota bekommt etwas mehr Profil, die Ereignisse werden (hoffentlich) gestraffter und damit spannender. Die Herausforderung für mich heißt jetzt, den Mittelteil von unnötigem Ballast zu befreien, so, dass der Showdown wie von selbst in den richtigen Ablauf rutscht. So funktioniert das nämlich bei mir: Ich weiß wo ich hinwill. Und ich weiß auch, welche Wege dahinführen. Aber der Schluss braucht einen ganz besonderen kreativen Kick. Und den erwarte ich dann quasi jetzt, jeden Moment… 😀

Vielleicht führt das dann ja auch dazu, diesen Blog im nächsten Jahr wieder etwas aufleben zu lassen… Schön wärs!

(Und man wird ja wohl noch träumen dürfen…)

Möge die Muse mit uns sein.

In diesem Sinne wünsch ich euch allen, die ihr da draussen auf ein neues, glückliches und vor allem gesundes Neues Jahr wartet, einen fantastischen Start! Lasst es krachen (am besten OHNE Böller), feiert, dass dieses Jahr endlich ein Ende findet und seid gewiss:

Alles wird gut!

Ich freu mich auf 2017, auf euch und auf mein Buchprojekt! Das Jahr der „Shimanii“ kann kommen…

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6 Kommentare to “Jahresrückblick”

  1. Alles Gute für die weitere Reise in fremde Welten, und wenn du jemanden für Arschtritte und Motivationslochstopferei und Gutzureden brauchst – ich bin deine Frau 😛 Und 2017 will ich den Rest lesen!

    • yay!! Lass uns neue Dimensionen erobern!!Ich kann immer jede Art von Motivation von Dir gebrauchen! Jederzeit! Wenn´s sein muss auch als Arschtritt..
      Und dann ist da ja auch noch Marti…

      Ich geb dir Lesestoff, sobald ich Ordnung ins Chaos gebracht habe. Und das Ende geschrieben habe, versteht sich. Du bist meine erste Wahl, si claro, bella!
      😉
      Falls deine Prinzessin dir noch für irgendwas Zeit lässt… Und diese Zeit dann nicht SOFORT vom BEVA in Anspruch genommen wird…. *kichernd ab*

      • Zwischen Prinz und Prinzessin findet sich noch ein Stündchen, wo ich was lesen kann, dafür sorge ich schon. Irgendwie. Ich schlafe einfach noch weniger (heute Fortschritt: Hund weckt mich nicht um halb vier, sondern erst um halb sieben).

      • Haha! Wahrscheinlich hattest du sie einfach müde geschockelt die letzten Tage? Oder sie hat aus lauter Rücksicht lieber ins Wohnzimmer gemacht, als dich zu wecken?
        Im Ernst – hält sie durch des Nachts? Oder seid ihr noch die Putzkolonne hinter ihr?

      • Wir haben sie soweit, dass sie mich nachts weckt, wenn sie raus muss (und ich wecke dann den Mann :-P). Mal um drei, mal um vier, mal um sieben. Aber es wird langsam … Ich erkenne auch ihre äußerst subtilen Signale besser. Wir machen also große Fortschritte mit der Stubenreinheit. Und das hat auf diesem Blog absolut nichts zu suchen, dazu kriegst du noch eine ausführliche Email 😀

      • Oh – aber, aber…
        Auf diesem Blog ist Stubenreinheit Grundbedingung!
        😉

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